Phasen in der Trauer

Trauer verläuft in von Psychologen und Trauerbegleitern festgestellten Phasen oder Entwicklungsstufen. Zum Leidwesen vieler Psychologen (die ja von Trauernden häufig aufgesucht werden) verlaufen diese Stufen nicht linear. Für Trauernde ist es nicht unüblich, in den verschiedenen Stufen hin und her zu springen. Das ist ein ganz normaler Vorgang und kann Trauernde verunsichern. Lassen Sie sich auf Ihren Weg durch die Trauer ein, auch wenn es bedeuten kann, sich in immer unterschiedlichen Trauerphasen aufzuhalten - manchmal auch gleichzeitig.
 

  • Die Realität des Todes anerkennen
    Der Trauernde muss sich mit der Realität der physischen Abwesenheit des Verstorbenen auseinandersetzen.
     
  • Den Schmerz des Verlustes annehmen
    Es ist schmerzlich, den Verlust anzunehmen. Das Vermeiden oder Verdrängen funktioniert nicht   
  • Sich des Verstorbenen erinnern
    In dieser Entwicklungsstufe nehmen Erinnerungen einen großen Platz ein, die gleichzeitig sehr schmerzlich sein können. In diesen Erinnerungen lebt der verstorbene Mensch weiter unbd es kann versucht werden, eine neue Beziehung zu ihm aufzubauen.
     
  • Eine neue Identität entwickeln
    Der trauernde Mensch versucht sich selbst neu zu finden. Viele Dinge werden in Frage gestellt, ein neues Wertesystem kann Einzug halten. Der Trauernde definiert seine Rolle neu.
       
  • Suche nach dem Sinn
    Trauernde suchen Antworten auf Fragen, die sich mit dem Sinn des Lebens beschäftigen. In dieser Phase finden Trauernde oft eine Tätigkeit, die ihrem Leben einen neuen Sinn geben kann.   
     
  • Unterstützung von anderen erhalten
    Unabhängig davon, ob Trauernde in einer Einzel- oder in einer Gruppenbegleitung sind, können sie hier durch andere Menschen eine Unterstützung in ihrer Trauer erfahren. Es kann ungemein hilfreich sein, die Unterstützung von anderen anzunehmen und Trauercafés oder Trauergruppen aufzusuchen.